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Usedom - Wollin - Stettin, ca. 150 km
Etappe 9

Warum die Radtour nicht bis Stettin (Szczecin) verlängern? Und das Land wechseln? Swinemünde (Świnoujście) bietet sich dazu an, denn es gibt einen Grenzübergang nur für Radfahrer und Fußgänger. Bald steht dann die erste Fährpartie an, um später nach Misdroy (Międzyzdroje) zu gelangen. Schließlich heißt es Abschied vom Meer zu nehmen und im großen Bogen, vorbei an Storchennestern und großen Windkraftanlagen, um das Stettiner Haff nach Stettin (Szczecin) zu fahren.


Wie wäre es, die Radtour bis Stettin (Szczecin) zu verlängern? Radler lockt der kleine, für den motorisierten Verkehr gesperrte Übergang in den polnischen Bäderort Swinemünde (Świnoujście). Gleich hinter der Grenze geht es auf einem großen Markt turbulent zu. Beliebtes Souvenir: Bernstein. Wer möchte, kann aber auch selbst am Ostseestrand auf die Suche gehen. Die Millionen Jahre alten, erstarrten Tropfen aus Baumharz werden immer wieder an Land gespült. Wer sich nicht sicher ist, ob er Glas oder Bernstein in den Händen hält, sollte einfach die Beißprobe machen: Bernstein ist erstaunlich weich!

„Leinen los“ heißt es später. Dann setzt die Fähre zum anderen Ufer der Swine über und die Insel Wollin ist erreicht. Prächtige Bädervillen säumen auch in Misdroy (Międzyzdroje) die Uferpromenade, und der Sand ist ebenso hell. Dann geht es vom Meer weg in den lauschigen Buchenwald des Nationalparks Wolin. Typisch für das Schutzgebiet sind neben der steilen Kliffküste die weiten Buchenwälder. Eine große Touristenattraktion ist das Wisentschaugehege. Von der einzigartigen Natur weiter zur Wikingerstadt Wollin (Wolin). In einem rekonstruierten Dorf wird das Leben der Wikinger wach gehalten. Alte Handwerkstechniken, Spiele und Kämpfe von damals sind anzusehen. Umstritten ist, ob hier der sagenumwobene Ort „Vineta“ liegt, wie Fachleute vermuten. Die Stadt ging einst in einer Sturmflut unter.

Am Ostufer des Haffs folgen dann kleine Dörfer mit ländlicher Idylle. Wer Hunger verspürt, kann sich in Stepnica mit fangfrischem Fisch stärken. Durch sumpfige Wiesen und vorbei an Polens größtem Windpark saust man oft mit Rückenwind nach Gollnow (Goleniów). Beeindruckend hier das prunkvolle Wolliner Tor und die restliche Stadtbefestigung. Nun heißt es: Fit machen für das Finale. Ein letztes Mal baden oder eine Rast an der zu einem See erweiterten Oder?

Stettin (Szczecin) liegt bereits am Horizont. In Stettin, einer zur Hansezeit blühenden Handels- und Hafenstadt, ist schließlich das Ende der Tour erreicht. Die große Altstadt birgt viele bauliche Zeugnisse der letzten Jahrhunderte, gern besucht ist auch das Schloss der Pommerschen Herzöge.

Zum Streckenverlauf


Eine Auswahl an empfehlenswerten Besichtigungspunkten entlang der Strecke.

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