Es ist ein bisschen wie das Finale eines Radrennens: Wer wird der Erste sein – hier allerdings nicht am Zielstrich, sondern mit der Entdeckung des Meeres. Schon lange riecht es nach Meer, auf den letzten Kilometern durch den Wald. Viele Fußgänger sind hier unterwegs, luftig bekleidet – klar, die Sonne scheint! Sonnencremegeruch mischt sich zum Meeresduft. Und dann ist es soweit: Hinter leuchtend hellem, feinen Sand glitzerndes Blau bis zum Horizont. Die Ostsee.
Ahlbeck kündigt sich von weitem durch die vielen Fußgänger an – und die lange, weiße Seebrücke, eines der Wahrzeichen Usedoms. Also: Absteigen und unter die Fußgänger auf der Seebrücke mischen? Oder weiter der herrlichen Uferpromenade folgen? Keine leichte Entscheidung!
Früher oder später geht es dann doch weiter. Wie an einer Perlenschnur aufgereiht ziehen sich über acht Kilometer die Bäderorte Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin hin – die drei Kaiserbäder. Neben vielen berühmten Gästen weilte einst auch Kaiser Wilhelm II. hier und hauchte den Orten ein mondänes Flair ein. Das hat sich augenscheinlich bis heute gehalten. Berühmt ist aber auch der scheinbar endlos lange Sandstrand auf der anderen Seite der Uferpromenade.
Weiter führt der Weg durch Wälder, über erstaunlich hohe Hügel und durch hübsche Bäderorte. Sehr empfehlenswert ist ein Abstecher zum Achterwasser, wo es schlagartig ruhig ist – keine Spur von Trubel, stattdessen idyllische Plätze am Wasser. Am Ende der Insel dann ein Ort mit dunkler Vergangenheit: Peenemünde. Wernher von Braun begann hier seine Forschungen mit flüssigkeitsgetriebenen Raketen. Ein Museum informiert über die vielen Facetten seiner Forschung und die Geschichte des Ortes Peenemünde.
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