Die Grenze ist unscheinbar, doch sie ist da. Und so wird zwischen Nechlin und Nieschen aus der Ucker die Uecker. Der uckermärkische Fluss bleibt derselbe. Das Wasser strömt immer noch dem Stettiner Haff zu, nun fließt es jedoch durch Vorpommern. Das letzte der drei Bundesländer, durch die der Radfernweg führt, ist damit erreicht. Die Grenze zwischen den verschiedenen Herrscherhäusern hat sich hier in den letzten Jahrhunderten immer wieder verschoben. Beispielhaft zeigt sich dies an der wechselvollen Geschichte Pasewalks. Zur Zeit der Stadtgründung im 13. Jahrhundert brandenburgisch, wechselte die Stadt im 15. Jahrhundert zu Pommern, 1648 sogar zu Schweden und kam 1720 wieder zu Brandenburg-Preußen. Seit 1990 gehört Pasewalk nun zu Mecklenburg-Vorpommern. Reizvoll ist der Weg einmal um die Altstadt. Wo früher der Stadtwächter auf Patrouille ging, lockt heute die Idylle der Stadtmauer mit mehreren spätgotischen Türmen. „Imposant“ entfährt es vielen, die die Marienkirche betreten. Die dreischiffige Halle, im 14. Jahrhundert aus Backsteinen erbaut, ist ungewöhnlich hoch. Einen Abschluss der Etappe könnte das Eisenbahnerlebniszentrum bilden, gleich hinter dem Bahnhof gelegen. Rund um den alten Lokschuppen ist viel Eisenbahnromantik zu erleben. Wer möchte, kann hier von seinen Drahteselrädern direkt auf die des Stahlrosses umsteigen und im Schlafwagen übernachten.
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